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Haltung

 

 

 

Bevor man sich für einen Galgo oder Podenco entscheidet, sollte man sich unbedingt eingehend über die charakteristischen Wesensmerkmale und die genetische Veranlagung beider Rassen  informieren (wie eigentlich bei jeder anderen Rasse auch!)! Der Galgo Espanol und der Podenco Ibicenco (als auch alle anderen Windhund- und Podencorassen) sind   hoch- spezialisierte Jagd- und Hetzhunde, die bis heute in ihren Ursprungsländern zur eigenständigen Jagd gezüchtet wurden. Nicht umsonst heißt es, diese Rassen haben zwei Gesichter: Im Haus sind sie sensible, ruhige, meist verschmuste und un- komplizierte Hunde - durchaus intelligent und gelehrig. Draußen jedoch sind sie Vollblutjäger, die ihren "Job" äußerst ernst nehmen und nur Eines wollen: Jagen, Jagen, Jagen! 

 

In ihrem Heimatland werden Galgos zur Hasenjagd und Podencos ausschließlich zur Jagd auf Kaninchen gezüchtet. Sie werden dort i.d.R. in Gruppen mit mehreren Galgos/Podencos in Zwingern gehalten, oftmals auch unter sehr schlechten Haltungsbedingungen. Diese Hunde haben in der Regel noch nie ein Haus von innen gesehen. Das heißt, sie kennen keinen Alltag wir wir ihn hier normalerweise mit unseren Haushunden leben. Sie sind nicht unbedingt stubenrein, lernen dies aber schnell. Normale Umweltreize, wie Straßenlärm, Fahrradfahrer, tobende Kinder, Fernseher, Staubsauger, etc.  sind ihnen meist ebenfalls fremd. Da Galgos und Podencos sehr anpassungsfähig sind, gewöhnen sie sich in der Regel schnell ein. Wobei „schnell“ natürlich immer relativ zu sehen ist. Ein ängstlicher und traumatisierter Hund aus schlechter Haltung braucht seine Zeit um Vertrauen zu entwickeln, und die sollte man ihm auch unbedingt geben. Ein anderer Hund ist trotz schlechter Vergangenheit fröhlich und aufgeschlossen. Diesem fällt es natürlich leichter, sich in seiner neuen Umgebung einzuleben. 

Grundsätzlich kann man im Normalfall von drei bis sechs Monaten und auch mehr Eingewöhungszeit sprechen bis der Hund wirklich in seinem neuen Zuhause "angekommen" ist.  Diese Eingewöhungsphase sollten aber auch schon für die ersten Erziehungsgrundregeln genutzt werden. Leider denken viele Hundehalter, der neue Hund müsse erst einmal  "in Ruhe ankommen" und gewähren ihm jegliche Freiheiten. Nur versteht ein Hund nicht, wenn er wochen- oder gar monatelang "narrenfreiheit" hatte und plötzlich Grenzen aufgezeigt bekommt.  Besonders für einen unsicheren Hund ist es sehr wichtig, nicht in Watte gepackt zu werden, sondern  behutsam aber sicher an das Alltagsleben herangeführt zu werden! Jegliche Form von Mitleid, permanentem Trösten oder Ignorieren versteht der Hund gegebenenfalls nur als Bestätigung für seine Unsicherheit und verschlimmert seinen Zustand.

 

 

 

 

Der Galgo/Podenco - Ein idealer Familienhund? 

 

 

Aufgrund der oben aufgeführten Kriterien und der rassetypischen Eigenschaften, gehören beide Rassen nicht unbedingt zu den leichtführigen Hunden und somit auch nicht zu den optimalen "Familienhunden"! In den falschen Händen kann ein Galgo oder Podenco ganz schnell zum jagenden Alptraum werden. Sein Leben mit einem Galgo oder Podenco zu teilen, kann eine wahre Bereicherung sein, wenn man bereit ist, sich mit ihrem sehr unabhängigen Wesen und Charakter auseinander zu setzen und damit leben zu können, daß Windhunde und Podencos Menschen zwar sehr durchaus zugetan sind aber auch sehr autarke Hunde sind. Galgos und Podencos haben zwei Gesichter: Im Haus sind sie ruhig, meistens sehr zutraulich und verschmust. Draußen sind sie das genaue Gegenteil: Unabhängig, temperamentvoll und eben passionierte Jäger. Man sollte ihre Reaktionsschnelligkeit niemals unterschätzen! Das bedeutet auch verträumte und entspannte Spaziergänge adé. Und je nach Wildaufkommen in dem Spaziergebiet, steht und fällt damit auch die Möglichkeit auf Freilauf.

 

 

 

 

Aufräumen mit Klischees!

 

 

 

 

"Für Galgos und Podencos ist ein Garten ist Pflicht" ...

 

Ein Galgo oder Podenco braucht nicht unbedingt ein Einfamilienaus und auch nicht zwingend einen Garten um glücklich zu sein, auch wenn dies natürlich schön ist. Solange ihm Familienanschluß, ein gemütliches Plätzchen zum Schlafen und genügend Auslauf geboten wird, ist er auch mit einer kleinen Wohnung zufrieden. Im Haus oder in der Wohnung sind diese Hunde in der Regel sehr ruhig, bellen kaum, schlafen viel und brauchen wenig Platz. Natürlich gibt es Ausnahmen, wo ein Garten und auch ein Leben auf dem Land eine sinnvolle Voraussetzung sein kann (Angsthunde, traumatisierte Hunde). Wichtig ist nur, daß sie angemessenen Auslauf/Freilauf bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

"Galgos und Podencos sollten immer zu Zweit gehalten werden" ...

 

Galgos und Podencos leben i.d.R. gerne mit Artgenossen zusammen, da sie dies  meistens von klein auf gewöhnt sind. Und natürlich ist es immer wieder schön zu beaobachten, wenn sich mehere Hunde zusammen wohl fühlen. Das bedeutet aber nicht zwingend, daß diese Hunderassen nur mit einem weiteren Artgenossen glücklich sind! Auch unter diesen Rassen gibt es Einzelgänger und Charaktere, die lieber ihr Frauchen und Herrchen für sich alleine haben möchten. Und nicht jede Konstellation passt auch gut zusammen. Auch für ängstliche und unsichere Hunde ist es nicht immer sinnvoll, sofort einen Zweithund neben sich zu haben. Oftmals ist es viel wichtiger, daß der Hundhalter eine stabile Grundlage schafft, damit der Hund eine vertrauensvolle Bindung zu seinem Menschen aufbauen kann, anstatt diese Arbeit nur dem Zweithund zu überlassen. Und nicht zu vergessen, daß zwei Hunde auch eine andere Dynamik haben als einer.

 

 

 

 

 

"Galgos und Podencos brauchen viel mehr Auslauf " ...

In der Tat sind diese Rassen sehr sportliche Hunde, mit einer enormen Laufgeschwindgkeit. Aber entgegen vieler Meinungen haben sie kein größeres Laufbedürfnis als andere sportliche Hunderassen auch.  Um die zwei Stunden Spaziergang pro Tag sind absolut ausreichend. Sie lieben kurze kleine Sprints und haben allerdings aufgrund ihrer Schnelligkeit  schnell einen großen Radius erreicht. Kann der Hund gar nicht abgeleint werden, ist es allerdings wichtig, ihm eine Möglichkeit in Form eines abgesicherten Grundsücks dafür zu bieten. Ein Leben nur an der Leine ist nicht artgerecht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Galgos und Podencos mögen kein Fahrradfahren" ...

 

Ich kenne viele Windhunde und Podencos, die sehr gerne am Rad laufen.

Dass Galgos und Podencos nicht gerne am Fahrrad laufen, ist ein Märchen und entstammt der Philosophie einiger Tierschützer, die meinten, daß es für "Sprinter" konditionell zu anstrengend sei. Da aber weder Galgos noch Podencos reine Sprinter sondern Ausdauerläufer sind, stimmt diese These nicht!  Es ist ein gutes Ausdauertraining und für Hunde, die nicht abgeleint werden können auch eine Möglichkeit der Bewegungsauslastung.

 

Auch ist es ein gutes Vorbereitungstraining für die Rennbahn und Coursings.

 

 

 

 

 

 

 

 

"Alle Hunde aus dem Süden sind so sozial"...

 

Es ist ein Trugschluss zu glauben, daß Galgos und Podencos- obwohl es von vielen Tierschutzvereinen so propagiert wird - grundsätzlich verträglich mit allen Artgenossen und somit immer gut sozialisiert sind! Viele Galgos und Podencos haben bisher nur isoliert und unter ihresgleichen gelebt, und kennen andere Hunderassen manchmal überhaupt nicht. Dies kann sich dann in unsicherem und angst-aggressivem Verhalten zeigen. Auch rotten sich Windhunde und Podencos in einer Gruppe von mehreren Hunden gerne zusammen um fremde Artgenossen - besonders Andersrassige - zu "mobben" (was strikt unterbunden werden sollte!).

 

 

 

 

 

 

 

 

"Galgos und Podencos sind so sanftmütig und beißen nie"...

 

Einige der Galgos und Podencos, die aus Spanien nach Deutschland kommen, haben schlechte oder gar keine Erfahrung mit Menschen, Umweltreizen und Artgenossen gemacht, kennen den Alltag in einer Stadt nicht und können sich   dementsprechend unsicher bis ängstlich oder auch schon mal aggressiv verhalten. Diese Hunde brauchen Unterstützung, ein gutes Training und Zeit um ihr Verhalten ändern und Vertrauen aufbauen zu können.

So sanftmütig Galgos und Podencos auch sein können, auch diese Hunde sind nur Hunde mit dem  kompletten Verhaltensrepertoire unserer Haushunde.Auch sie besitzen Zähne, die sie auch benutzen können!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Mein Galgo/Podenco ist so dankbar, daß er nicht mehr jagen muß..."

 

Jagd- und Hetzverhalten ist eine genetische Disposition, eine Veranlagung, welche von Generation zu Generation vererbt wird! Galgos und Podencos sind seit Jahrhunderten nur auf die Jagd selektiert gezüchtet worden.

Jagen ist ein selbstbelohnendes Verhalten und diese Hunde wollen jagen und hetzen. Jagd- und Hetzhunde sind dankbar, wenn sie ihrer Passion nachgehen dürfen oder, zumindest in unserem Land, eine dementsprechende regelmäßige artgerechte Beschäftigung angeboten bekommen, wie z.B. Rennbahntraining

                                              oder Coursing.

 

 

 

 

 

Zusammenleben mit Katzen und Kleintieren

 

Die meisten Galgos und Podencos und auch Greyhounds leben problemlos mit Katzen und anderen Kleintieren zusammen. Aber man sollte in der Anfangszeit sehr vorsichtig sein und Windhund und Katze, etc. nicht unbeobachtet zusammen lassen. Der Erstkontakt sollte IMMER mit kurzer Leine für den Hund (und ggf. Maulkorb) und Fluchtmöglichkeiten für Katze und Co. ablaufen. Die Reaktionsschnelligkeit eines Windhundes sollte man nicht unterschätzen! Auch wenn der Hund verträglich ist mit den eigenen Hauskatzen bedeutet das nicht, daß fremde Katzen außerhalb des Hauses nicht gnadenlos gejagt werden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hundeschule mit Windhunderfahrung

 

spanische-wind-und-jagdhunde.de© 2005-2014 by Kathrin Korthauer